Es bleibt.

Gedanken, die das Leben schreiben,

Für immer im Gedächtnis bleiben.

Sehnsucht, die vom Herz getragen,

In blubbernden Gedankenblasen.

 

Durchdringt die Wände, immer weiter,

Ein alter Mann von Stahl umschlungen.

Der schrille Ruf, der alten Geister,

Ist langsam in dem Raum verklungen.

 

Das Leben, das schon längst entschlief,

Der Alte liegt schwach und angekettet.

Sein Dasein in dem Rausch verwettet,

Der Tod tritt ein: abstrakt und schief.

 

So schließt der Kreis, was er verwehrt,

Die Leiche, die im Raum gesessen.

Von Maden und Getier zerfressen,

Womit er Speise für die Welt gebärt.

28.5.07 11:15, kommentieren

Das Klischee um die Ecke (Café Merlin)

Ein Flasche Rotwein bringt Ideen. Keine Exzellenten, keine Ultimativen.

Hier ist alles steril genug. Hier haust der innere Frieden und das Wohlgefühl. Abseits der Straße philosophiert man. Man forscht. Geht tief. Noch viel tiefer. Gegenüber sieht man den Zug, die Straße, das Alltägliche, das Existierende und das Nichtwirkliche.

Wie ein Laie der Deutschen Sprache entwerfe ich Schlagwörter. Wie ein Gymnasiast, der dämmlich, triviale Gedanken zu Papier bringt. Eine klassische 7-Punkte-Klausur, ohne Fehlerabzug. 

Wie ein Idiot, der im Unterricht sitzt, um sich selbst zu gefallen. Nein, man ist nicht Deutschland...das wäre zu offensichtlich. Man ist Deutsch-LK! Wow ha! Gefällt man sich selbst in seiner arbeitenden Substanz, ist man nur noch ein Werkzeug, eine Marionette der großen Leute im Kultusministerium. 

 

Eine Flasche Wein ist gut, bringt Gedanken...bei der Hitze. Nachvollziehbare Gedanken. Gute Erkenntnis!

 

Die Psychologie und die Philosophie sind wie ein schwules Ehepaar mit vertauschten Rollen. Keiner von Beiden weiß so richtig, wer die Frau und wer der Mann sein soll. 

26.5.07 20:12, kommentieren

Substanz

Mir geht allmählich der Wille nach Schule verloren.

Hab Sehnsucht nach Neuem, aber auch nach alten Tagen. Ich will nicht weg vom BG unf gleichzeitig zieht mich ein Strudel von Neugierde und Hoffnung auf noch schönere Momente weg von dem tristen Rest-Schulalltag.

Ich glaube, es wird langsam Zeit, für eine Art Resümee!

Damals 2004...ich war ein unsicherer, kleiner Primat, der sich weder artikulieren noch sonst wie geben konnte. Verpuppt in meinem raupenähnlichem Kokoon wollte und konnte ich nicht heraus.

Diese unglaublich verrückte Kennenlern-Woche hat mir ein Preview auf die Zeit danach offenbart: Geil!

Ich hab nie das gelernt, was ich nicht wissen wollte. Es hat mich einfach nie tangiert irgendetwas - für mich- unbrauchbares in meinen Gehirnwindungen zu implantieren...trotzdessen habe ich mich wohl doch relativ positiv entwickelt. Die Welt und mein schier subjektiver Sinn haben sich mir offenbart.

Verdammt, ich klinge schon wie ein dämlicher Nostalgiker, der an der geistigen Reife einer Glühbirne kratzt.

9.5.07 11:42, kommentieren

Abitur?

ESSANEFF.

 Von Anbeginn der Zeit zu lehren,

Wissen häufen und begehren,

An des Triebes Wahnsinn zehren,

Kannst dich davor nicht wehren.

Und irgendwann  in tiefster Nacht wirst du dich fragen:

Liegt es an der Liebe, dem Hass oder des Scheins behagen?

Träufelst du dein Glück auf das Papier,

Tränen, die dir Antwort geben.

Bist du des Menschen oder Tier

                             Letzter Wirkung Sucht?

Bist längst tot, willst doch nut leben.

Hast dich versteckt.

In des Dasein Bucht.

Bevor dien Triebe gar verreckt.

Sich klammernd an des Flügel Schwingen,

Die Zeiten, die verloren gingen.

Sehnst du dich nach einem Wort,

Mit dem du könntest fahren fort.

Hast doch dich! Bist nicht allein!

Fragst die Liebe: Könnt’ es sein?

Oder ist’s des Hasses letzte Pein?

Die dich zu dem macht, was du bist.

Willst Erkenntnis vor der Galgenfrist.

Im Angesicht der einen Prüfung Schluss.

Siehst den Staub, der langsam lichtet.

Nimmst die Kugel, wählst den Schuss.

Engel mit des Flügel Schwingen,

Dich sanft zu ihrem Meister bringen.

Den Anblick, den du jeher meidest,

Die Suche, die für dich entscheidet,

Sein Wort nun auch an dich gerichtet!

Du bist nicht länger ganz allein,

Ist die Prüfung, so soll es sein!

 

HOR.

Verurteil’ nicht du den Schein der Welt,

Der dich verzehrt und nicht mehr hält!

 

ESSANEFF.

Das soll man nicht, das darf man nicht!

Des Determinismus urig Pflicht.

Musst dich bekennen zu dir und deinen Taten!

Du musst und musst, wir alle müssen Tun,

Du musst dich entscheiden, fragen und raten!

Wie soll ein Mensch noch wohlig’ ruhn’?

 

HOR.

Du denkst zuviel, so will es nicht gehen!

Halte fest und lass dich nicht verwehen.

Denn alles was zum Ende strebt,

Macht nötig, dass man’s weiterlebt!

Gedanken sind nicht endlich, sondern weltlich!

 

ESSANEFF.

Für Einen, der nicht weis wovon er spricht,

Fällt seine Wahrheit furchtbar ins Gewicht!

 

HOR.

Meine Wahrheit? Deine Wahrheit!

Aller Wahrheit! Letzter große Stunde,

Geht die Welt doch auch zu Grunde,

Denn die Sucht, die dich ereilt,

Ist des Menschen aller Leid.

9.3.07 13:34, kommentieren

Lebenspool

Leben schreibt dir gar nichts vor,

Auf Suche, was man einst verlor.

Davor ist bloß des Lebens Ende,

Dann kommt eine große Wende.

 

Du denkst nicht und du fühlst nicht mehr.

Kein sitzen, liegen oder stehen,

Ein lauer Wind mag dich verwehen.

Hüllenlos, Gedankenfrei und Innen leer. 

 

Bist im Handeln gänzlich frei,

Ist am Ende nichts dabei,

Was dich mag halten in der Welt,

Was immer sie zusammenhält.

 

Kann man das noch Leben nennen?

Steigst auf, siehst deinen Körper brennen,

Was dich ans Dasein hat gebunden,

Ist gänzlich nun verschwunden.

 

Siehst du dort ein strahlend Licht,

Das durch der Geister Seele bricht?

Bleibst nicht lang an diesem Ort,

Es bläst dich weiter, trägt dich fort.

 

Geisterst nun im stillen 'rum,

Ein Meer von Zeiten spiegelt sich,

Die Welt, die sich dir einst gebar,

Du weilst schon lange nicht mehr da.

Doch jene sich mit dieser glich,

Vor langer Zeit als alles stumm.

 

Doch dich geht das schon nicht mehr an,

Als ein Fragment der großen Tat,

Suchst du wie jede Seele Rat.

Bei einem Gott, der für dich denkt,

Dich weise zu dem Ziele lenkt.

Das jedes Wesen muss erreichen.

Licht und Schatten, dann und wann,

Sich treffen, spüren und entweichen.

 

Begreifst, obzwar nicht denken kannst,

Musst dich ins Sein hinein begeben.

Mit fernem Lächeln dich entspannst,

Wiederholst den Brauch mit neuem Leben. 

 

 

2.3.07 08:33, kommentieren

Liebe + Depressionen

Wer bist du? Was willst du?

Kalt sind mein Herz und die Stille

Durchbricht meinen Wille

Meine Seele entgleist

Und reißt

Mich herunter, der Himmel ist schwarz.                                                        

 

Mein Blut getrocknet, verklebt wie Harz,

Wer bist du? Was willst du?

Dass du dich an mich bindest,

Und verhinderst

Dass Leben in mir bleibt.

 

Schau mich nicht an, ich kann nicht mehr denken,

Kann dir nur Trauer schenken.

Wer bist du? Was willst du?

 

Himmel! Lass mich allein!

Verfluchet bin ich schon zu hart,

Dein schönes Lächeln, mild und zart,

Deine Augen von Sehnsucht erfüllt.

Wie kann ich dich erreichen,

Kann doch nur weichen,

Meine Seele zerknüllt.

 

Wer bist du? Was willst du?

Es schmerzt mir, dich zu sehen.

Können meine Gedanken nicht verwehen?

Warum starr ich dich nur an?

Du machst mich verrückt,

Bin so entzückt.

 

Was ist an dir dran?

Wer bist du? Was willst du?

Rede mit mir, verdammt!

Hab es doch längst erkannt.

Ich bin verflucht, ich weiß es genau,

Die Hände so blau,

Die Finger so wund

Ich bin ein Mörder, geb’ es nur kund!

1 Kommentar 22.2.07 21:44, kommentieren

Engima Arkadia


Siehst den Anfang, siehst das End,

Siehst den Kosmos, siehst die Welt.

Schau dir an, was dort vollbracht,

Mit Vorsicht, Sehnsucht und Bedacht.

 

Gedanken, die dein Tun bestreiten,

Idole, die die Masse leiten.

Das Ende, das vom Anfang liest,

Ein Buch, das sich ins Leben gießt.

 

Sprossen, Blüten, Blätter sprießen,

Suizid, Zerfall, sich selbst erschießen.

Wachsen, Gedeihen, Erhebung,

Leid, dann Trauer, Zerstörung.

 

Wir sehnen uns nach einer Welt,

Die jene Dinge sicher hält.

Die alles in sich selbst vereint,

Die böse Mächte stark verneint.

 

Doch ist der Mensch ein wildes Tier,

Rache, Wollust, Trieb und Gier.

Wir sehnen uns nach unsrem Glück,

Und wollen, können nicht zurück.

 

So lebt der Mensch im Zwiespalt,

Ohne jeglich’, festen Halt.

So liegt es nur noch an der Zeit,

Bis wir sind der Erd’ geweiht.  

1 Kommentar 21.2.07 20:50, kommentieren