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Anthropologie

Rücklings liegt ein Becken mit Fisch,

Es blubbert und ist voller Dreck.

Ein Fischer kommt, schaufelt Weg,

Was alt ist und bestimmt nicht frisch.

 

Ein Fährmann kommt und sieht den Fischer,

Und vergeht in Gelächter und Gekicker.

Der Fischer fragt, was er denn will...

Sogleich ist auch der Fährmann still.

 

Er wolle nichts an diesem Ort,

Der Fischer holt ein langen Ast,

Und erwischt den Fährmann fast,

Dieser rennt und ist schon fort.

 

Der Fischer aber denkt sich nur,

So ist es mit des Mensch' Natur ,

Der Andern baldig scheitern,

Soll einen schlicht erheitern.

 

 

1 Kommentar 15.2.07 22:41, kommentieren

Und du bist Frei

Es weht dich um und du bist frei.

Es ist doch wirklich nichts dabei.

Zieht dich durch Straßen und durch Gassen,

Du kannst und willst nicht davon lassen.

 

Schließ die Augen, zähl bis drei,

Es weht dich um und du bist frei.

 

Es bewegt dich und du wirst wild.

Siehst wie es aus den Straßen quillt.

Das Geschrei ist nicht zu knapp!

Der Ruf der Masse auf und ab!

 

Steh nicht still, lauf einfach weiter!

Es werden mehr, die Menge breiter.

Du bist beim schimpfen nicht allein!

Wir sind da und so solls sein!

 

Schließ die Augen, zähl bis drei.

Es weht dich um und du bist frei.

 

Ihr seid am Ziel und celebriert,

Es wird gejault und applaudiert.

Man weis ums Böse und ums Schlechte!

Wir kämpfen für die Menschenrechte!

 

Schließ die Augen, zähl bis drei.

Es weht dich um und du bist frei.

15.2.07 22:51, kommentieren

Entscheidungen

Niemand möchte all zu lang' mit einem zu tun haben und lernen sollte man auch eigentlich. Abitur macht's unausweichlich. Die Frage bleibt nur was ist unausweichlich...Abitur oder lernen?

17.2.07 22:19, kommentieren

Heureka!

Der Tag begann verheisungsvoll...die Eltern über die "Feiertage" in Nordhessen u. folglich hat meine Person zwei Tage das Haus für sich.

Vielleicht weis ich auch endlich wo ich mein Ei hinlegen soll, vorrausgesetzt ich akzeptiere mich und die Situation.

Wo studieren? Wo denken? Wo leben? Wo ändern?

Bald bin ich frei und doch unfrei. Ich liebe das Paradoxon Leben.

18.2.07 10:27, kommentieren

Delirium

               Delirium

                     Erster Akt

                          1.Akt, 1 Auftritt

FRIEDRICH.

Gelebte Geschichte im Krater des Mondes,

Verstörte Seele, blitzendes Licht,

Stehe ich vor dir, hohes Gericht?

Bin ich des Todes,

                                                  Verdammt?

Wer hat es verfolgt, hat es erkannt?

Gedanken an

                 Dich, voller Wehmut und Trauer,

Pfeift meine Seele ihr übliches Lied,

Zeit der Schauer,

Geprägte Geschichten,

Wer mag es erkennen, wer mag

Mich richten?

Meine Seele die Liebe einst mied?

Durchrauscht meinen Körper ein

                                      Glückliches Band?

Oder zieht mich die Liebe an

                                Des Wahnsinns Rand?

 

 

               1.Akt, 2. Auftritt

RUDORN.

Kein Gefühl ist da,

Nicht wo es einst mal war.

Gedanken umschwirren das Nichts,

Schaurig Gestalten durchbrechen das Licht.

Die Welt bleibt nicht ganz,

Getränkt mit Zerstörung, Ignoranz.

Gedanken der Wehmut,

                       zunichte,

Bleibt das Elend,

Allein?

Kann es sein,

Dass niemand mehr lebt,

Den es interessiert?

Im Ansatz vielleicht,

Keine Birne erweicht,

Der Mensch kann nicht,

Wissen.

Würde nicht missen,

                      ohne Gewissen.

Zerstörte Vernunft,

Geläuterte Zeit,

Bereit?

Wirre Gedanken zerreißen die Leere,

Der Schwur auf die

Ehre, was kann ich dafür?

Gedanken schwanken im Sinn.

Gesäubert im Blut der

Feindlichen Linien,

Mauern gezogen,

Köpfe gehoben.

Seele gesprengt,

Der Mensch, er

                                                 Lenkt,

                                         Frieden, Freiheit,

Gerechte Tat.

Und wenn ich es nicht,

Errat, wenn keiner versteht,

Von freien Gedanken umweht.

Von Einheit geprägt wo Liebe

Den  Zweifel zerschlägt?

Tiefe Gedanken in seichten Gewässern

Heben sich heraus,

Machen wir ihnen den Gar aus?

Der Mensch schon,

Er grenzt es aus, kann’s nicht verstehn,

Wer muss jetzt gehn?

Mensch oder Tier?

Halt ein! Stopp! Das hatten wir!

 

 

 

 FRIEDRICH.

Wärmende Augen sehen uns zu,

Des tapferen Esels Arbeit,

Schwillt an die Ruh’.

Herr Vater ich bin bereit,

Euch zu dienen,

Für euch zu marschieren,

Würd’ ich alles

                                 Tun,

Bis mein Gebein möge in Ewigkeit ruhn!

 

RUDORN.

Still!

        Wie sprecht ihr zu mir?

Bin ich ein Tier?

Im Käfig der Zeit,

Bin gegen das Leben nicht mal gefeit.

Sie werden mich holen,

Ich komm nicht ungeschoren davon.

 

FRIEDRICH.

Ist’s wahr?

Doc sieht klar?

Ich hab’s mir gedacht,

Bist nun erwacht?

Wie oft wirst du den Mond noch tanzen sehn,

Bevor die Sterne dir ausgehn?

 

 

RUDORN.

Wer’s weis ist Gott gleich,

Mein Herz strebt danach,

Ich war reich,

Nicht an Liebe, reich an Triebe, die

                                  Zeit zermürbt mein Gemach.

Kann ich lenken, kann ich richten?

Wohl an, ich kann’s dir dichten, kann dir sagen,

                              kann es wagen, was mich bedrückt?

  Werd ich, des Sündigen gleich, in der Hölle verrückt?

 

 

FRIEDRICH.

Spricht an ihr des Teufels Macht?

Der sitzend auf seinem Throne,

lacht

                                       euch aus.

Und schwört auf seine Heldentat,

Die euer Kerbholz einst zertrat?

 

 

 

FRIEDRICH.

Was ist Schuld außer einem Wort?

Beschuldigt ihr mich im,

Akkord?

Warum macht der Mensch das Erweitern strafbar?

So war’s erfahrbar,

Ich bin glücklich!

1 Kommentar 18.2.07 10:39, kommentieren

Engima Arkadia


Siehst den Anfang, siehst das End,

Siehst den Kosmos, siehst die Welt.

Schau dir an, was dort vollbracht,

Mit Vorsicht, Sehnsucht und Bedacht.

 

Gedanken, die dein Tun bestreiten,

Idole, die die Masse leiten.

Das Ende, das vom Anfang liest,

Ein Buch, das sich ins Leben gießt.

 

Sprossen, Blüten, Blätter sprießen,

Suizid, Zerfall, sich selbst erschießen.

Wachsen, Gedeihen, Erhebung,

Leid, dann Trauer, Zerstörung.

 

Wir sehnen uns nach einer Welt,

Die jene Dinge sicher hält.

Die alles in sich selbst vereint,

Die böse Mächte stark verneint.

 

Doch ist der Mensch ein wildes Tier,

Rache, Wollust, Trieb und Gier.

Wir sehnen uns nach unsrem Glück,

Und wollen, können nicht zurück.

 

So lebt der Mensch im Zwiespalt,

Ohne jeglich’, festen Halt.

So liegt es nur noch an der Zeit,

Bis wir sind der Erd’ geweiht.  

1 Kommentar 21.2.07 20:50, kommentieren

Liebe + Depressionen

Wer bist du? Was willst du?

Kalt sind mein Herz und die Stille

Durchbricht meinen Wille

Meine Seele entgleist

Und reißt

Mich herunter, der Himmel ist schwarz.                                                        

 

Mein Blut getrocknet, verklebt wie Harz,

Wer bist du? Was willst du?

Dass du dich an mich bindest,

Und verhinderst

Dass Leben in mir bleibt.

 

Schau mich nicht an, ich kann nicht mehr denken,

Kann dir nur Trauer schenken.

Wer bist du? Was willst du?

 

Himmel! Lass mich allein!

Verfluchet bin ich schon zu hart,

Dein schönes Lächeln, mild und zart,

Deine Augen von Sehnsucht erfüllt.

Wie kann ich dich erreichen,

Kann doch nur weichen,

Meine Seele zerknüllt.

 

Wer bist du? Was willst du?

Es schmerzt mir, dich zu sehen.

Können meine Gedanken nicht verwehen?

Warum starr ich dich nur an?

Du machst mich verrückt,

Bin so entzückt.

 

Was ist an dir dran?

Wer bist du? Was willst du?

Rede mit mir, verdammt!

Hab es doch längst erkannt.

Ich bin verflucht, ich weiß es genau,

Die Hände so blau,

Die Finger so wund

Ich bin ein Mörder, geb’ es nur kund!

1 Kommentar 22.2.07 21:44, kommentieren