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Substanz

Mir geht allmählich der Wille nach Schule verloren.

Hab Sehnsucht nach Neuem, aber auch nach alten Tagen. Ich will nicht weg vom BG unf gleichzeitig zieht mich ein Strudel von Neugierde und Hoffnung auf noch schönere Momente weg von dem tristen Rest-Schulalltag.

Ich glaube, es wird langsam Zeit, für eine Art Resümee!

Damals 2004...ich war ein unsicherer, kleiner Primat, der sich weder artikulieren noch sonst wie geben konnte. Verpuppt in meinem raupenähnlichem Kokoon wollte und konnte ich nicht heraus.

Diese unglaublich verrückte Kennenlern-Woche hat mir ein Preview auf die Zeit danach offenbart: Geil!

Ich hab nie das gelernt, was ich nicht wissen wollte. Es hat mich einfach nie tangiert irgendetwas - für mich- unbrauchbares in meinen Gehirnwindungen zu implantieren...trotzdessen habe ich mich wohl doch relativ positiv entwickelt. Die Welt und mein schier subjektiver Sinn haben sich mir offenbart.

Verdammt, ich klinge schon wie ein dämlicher Nostalgiker, der an der geistigen Reife einer Glühbirne kratzt.

9.5.07 11:42, kommentieren

Das Klischee um die Ecke (Café Merlin)

Ein Flasche Rotwein bringt Ideen. Keine Exzellenten, keine Ultimativen.

Hier ist alles steril genug. Hier haust der innere Frieden und das Wohlgefühl. Abseits der Straße philosophiert man. Man forscht. Geht tief. Noch viel tiefer. Gegenüber sieht man den Zug, die Straße, das Alltägliche, das Existierende und das Nichtwirkliche.

Wie ein Laie der Deutschen Sprache entwerfe ich Schlagwörter. Wie ein Gymnasiast, der dämmlich, triviale Gedanken zu Papier bringt. Eine klassische 7-Punkte-Klausur, ohne Fehlerabzug. 

Wie ein Idiot, der im Unterricht sitzt, um sich selbst zu gefallen. Nein, man ist nicht Deutschland...das wäre zu offensichtlich. Man ist Deutsch-LK! Wow ha! Gefällt man sich selbst in seiner arbeitenden Substanz, ist man nur noch ein Werkzeug, eine Marionette der großen Leute im Kultusministerium. 

 

Eine Flasche Wein ist gut, bringt Gedanken...bei der Hitze. Nachvollziehbare Gedanken. Gute Erkenntnis!

 

Die Psychologie und die Philosophie sind wie ein schwules Ehepaar mit vertauschten Rollen. Keiner von Beiden weiß so richtig, wer die Frau und wer der Mann sein soll. 

26.5.07 20:12, kommentieren

Es bleibt.

Gedanken, die das Leben schreiben,

Für immer im Gedächtnis bleiben.

Sehnsucht, die vom Herz getragen,

In blubbernden Gedankenblasen.

 

Durchdringt die Wände, immer weiter,

Ein alter Mann von Stahl umschlungen.

Der schrille Ruf, der alten Geister,

Ist langsam in dem Raum verklungen.

 

Das Leben, das schon längst entschlief,

Der Alte liegt schwach und angekettet.

Sein Dasein in dem Rausch verwettet,

Der Tod tritt ein: abstrakt und schief.

 

So schließt der Kreis, was er verwehrt,

Die Leiche, die im Raum gesessen.

Von Maden und Getier zerfressen,

Womit er Speise für die Welt gebärt.

28.5.07 11:15, kommentieren