Anthropologie

Rücklings liegt ein Becken mit Fisch,

Es blubbert und ist voller Dreck.

Ein Fischer kommt, schaufelt Weg,

Was alt ist und bestimmt nicht frisch.

 

Ein Fährmann kommt und sieht den Fischer,

Und vergeht in Gelächter und Gekicker.

Der Fischer fragt, was er denn will...

Sogleich ist auch der Fährmann still.

 

Er wolle nichts an diesem Ort,

Der Fischer holt ein langen Ast,

Und erwischt den Fährmann fast,

Dieser rennt und ist schon fort.

 

Der Fischer aber denkt sich nur,

So ist es mit des Mensch' Natur ,

Der Andern baldig scheitern,

Soll einen schlicht erheitern.

 

 

15.2.07 22:41

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


semir / Website (21.2.07 22:58)
auch wenn in strophe 3 statt fischer einmal fährmann stehen müsste, ist das doch eins meiner favoriten, weils die sinnlosigkeit der existenz doch recht amüsant illustriert.

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