Delirium

               Delirium

                     Erster Akt

                          1.Akt, 1 Auftritt

FRIEDRICH.

Gelebte Geschichte im Krater des Mondes,

Verstörte Seele, blitzendes Licht,

Stehe ich vor dir, hohes Gericht?

Bin ich des Todes,

                                                  Verdammt?

Wer hat es verfolgt, hat es erkannt?

Gedanken an

                 Dich, voller Wehmut und Trauer,

Pfeift meine Seele ihr übliches Lied,

Zeit der Schauer,

Geprägte Geschichten,

Wer mag es erkennen, wer mag

Mich richten?

Meine Seele die Liebe einst mied?

Durchrauscht meinen Körper ein

                                      Glückliches Band?

Oder zieht mich die Liebe an

                                Des Wahnsinns Rand?

 

 

               1.Akt, 2. Auftritt

RUDORN.

Kein Gefühl ist da,

Nicht wo es einst mal war.

Gedanken umschwirren das Nichts,

Schaurig Gestalten durchbrechen das Licht.

Die Welt bleibt nicht ganz,

Getränkt mit Zerstörung, Ignoranz.

Gedanken der Wehmut,

                       zunichte,

Bleibt das Elend,

Allein?

Kann es sein,

Dass niemand mehr lebt,

Den es interessiert?

Im Ansatz vielleicht,

Keine Birne erweicht,

Der Mensch kann nicht,

Wissen.

Würde nicht missen,

                      ohne Gewissen.

Zerstörte Vernunft,

Geläuterte Zeit,

Bereit?

Wirre Gedanken zerreißen die Leere,

Der Schwur auf die

Ehre, was kann ich dafür?

Gedanken schwanken im Sinn.

Gesäubert im Blut der

Feindlichen Linien,

Mauern gezogen,

Köpfe gehoben.

Seele gesprengt,

Der Mensch, er

                                                 Lenkt,

                                         Frieden, Freiheit,

Gerechte Tat.

Und wenn ich es nicht,

Errat, wenn keiner versteht,

Von freien Gedanken umweht.

Von Einheit geprägt wo Liebe

Den  Zweifel zerschlägt?

Tiefe Gedanken in seichten Gewässern

Heben sich heraus,

Machen wir ihnen den Gar aus?

Der Mensch schon,

Er grenzt es aus, kann’s nicht verstehn,

Wer muss jetzt gehn?

Mensch oder Tier?

Halt ein! Stopp! Das hatten wir!

 

 

 

 FRIEDRICH.

Wärmende Augen sehen uns zu,

Des tapferen Esels Arbeit,

Schwillt an die Ruh’.

Herr Vater ich bin bereit,

Euch zu dienen,

Für euch zu marschieren,

Würd’ ich alles

                                 Tun,

Bis mein Gebein möge in Ewigkeit ruhn!

 

RUDORN.

Still!

        Wie sprecht ihr zu mir?

Bin ich ein Tier?

Im Käfig der Zeit,

Bin gegen das Leben nicht mal gefeit.

Sie werden mich holen,

Ich komm nicht ungeschoren davon.

 

FRIEDRICH.

Ist’s wahr?

Doc sieht klar?

Ich hab’s mir gedacht,

Bist nun erwacht?

Wie oft wirst du den Mond noch tanzen sehn,

Bevor die Sterne dir ausgehn?

 

 

RUDORN.

Wer’s weis ist Gott gleich,

Mein Herz strebt danach,

Ich war reich,

Nicht an Liebe, reich an Triebe, die

                                  Zeit zermürbt mein Gemach.

Kann ich lenken, kann ich richten?

Wohl an, ich kann’s dir dichten, kann dir sagen,

                              kann es wagen, was mich bedrückt?

  Werd ich, des Sündigen gleich, in der Hölle verrückt?

 

 

FRIEDRICH.

Spricht an ihr des Teufels Macht?

Der sitzend auf seinem Throne,

lacht

                                       euch aus.

Und schwört auf seine Heldentat,

Die euer Kerbholz einst zertrat?

 

 

 

FRIEDRICH.

Was ist Schuld außer einem Wort?

Beschuldigt ihr mich im,

Akkord?

Warum macht der Mensch das Erweitern strafbar?

So war’s erfahrbar,

Ich bin glücklich!

18.2.07 10:39

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


semir / Website (21.2.07 22:32)
impressiv, jedoch wird mir deine intention nicht bewusst...

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